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Willkommen 2026 – Der erste Sud!

Frohes neues Jahr! Kaum im neuen Jahr angekommen, habe ich den ersten Sud gestartet. Seit einiger Zeit, liebäugelte ich damit ein Altbier zu brauen. Zunächst stand Recherche zum Bierstil an. Ein „Altbier“ wird in dem Beer Judge Certification Program (BJCP) mit den unten stehenden Details beschrieben. Hinzu kommt das Düsseldorfer Wasserprofil mit Calcium 86 (mg/l), Magnesium 12 (mg/l), Natrium 41 (mg/l), Chlor 75 (mg/l) und Sulfat 58 (mg/l).

So ging mein erstes Altbier mit einer Stammwürze von 12,2 °P, einer Bittere von 36 IBU und einer Farbe von etwa 30 EBC ins Rennen. Am Ende waren knapp 45L im Gärtank. Die Würze habe ich direkt auf die Hefe „geschlaucht“ und belüftet. Gut 12 Stunden später hat die Hefe ihre Arbeit aufgenommen und die erste Gäraktivität ist im Spundventil zu sehen.


Nachstehend der Auszug aus dem BJCP:

7B. Altbier
Ein kalt gelagertes, obergäriges Bier aus Düsseldorf, das sauberer und milder schmeckt als die meisten Ales. „Alt“ bezieht sich auf den „alten“ Braustil (mit obergäriger Hefe), der üblich war, bevor die untergärige Lagerbierherstellung populär wurde. Gesamteindruck: Ein mäßig gefärbtes, gut ausgegorenes, bitteres Bier mit einer reichen Malzigkeit, die eine starke Bittere ausgleicht. Der leichte und würzige Hopfencharakter ergänzt das Malz. Ein trockenes Bier mit festem Körper und weichem Gaumen.

Aroma: Malzig und reichhaltig mit getreidigen Merkmalen wie gebackenem Brot oder nussigen, gerösteten Brotkrusten. Sollte keine dunkleren Röst- oder Schokoladennoten aufweisen. Die Malzintensität ist mäßig bis mäßig hoch. Mäßiger bis geringer Hopfen ergänzt das Malz, dominiert es aber nicht und hat oft einen würzigen, pfeffrigen oder blumigen Charakter. Der Gärungscharakter ist sehr sauber. Geringe bis mittelstarke Ester sind optional.

Erscheinungsbild: Die Farbe reicht von bernsteinfarben bis tief kupferfarben und endet kurz vor braun; am häufigsten ist bronze-orange. Glänzende Klarheit. Dichter, cremiger, lang anhaltender, weißer Schaum.

Geschmack: Malzprofil ähnlich wie das Aroma, mit einer durchsetzungsfähigen, mittleren bis hohen Hopfenbittere, die die reichen Malzaromen ausgleicht. Das Bier endet halbtrocken bis trocken mit einem getreidigen, bitteren, malzreichen Nachgeschmack. Der Abgang ist lang anhaltend, manchmal mit einem nussigen oder bittersüßen Eindruck. Der offensichtliche Grad der Bittere wird manchmal durch den Malzcharakter überdeckt, wenn das Bier nicht sehr trocken ist, aber die Bittere neigt dazu, mit dem Malzreichtum mitzuwachsen, um das Gleichgewicht zu erhalten. Keine Röstung. Keine Herbheit. Sauberes Gärungsprofil. Leichte fruchtige Ester, insbesondere dunkle Früchte, können vorhanden sein. Mittleres bis geringes würziges, pfeffriges oder blumiges Hopfenaroma. Lei1chter mineralischer Charakter möglich.

Mundgefühl: Mittlerer Körper. Weich. Mittlere bis mittelhohe Karbonisierung. Geringe bis keine Adstringenz.

Wichtige Statistiken:
Stammwürze: 11,0-12,9 °P
Endvergoren: 2,1-3,6 °P Alkohol: 4,3-5,5 %v/v
Bittere: 25 – 50 IBU Farbe: 18-33 EBC

Kommerzielle Beispiele: Bolten Alt, Diebels Alt, Füchschen Alt, Original Schlüssel Alt, Schlösser Alt, Schumacher Alt, Uerige Altbier

Quelle: https://www.bjcp.org/wp-content/uploads/2024/03/2021_Guidelines_Beer_1.1-de_HH.pdf

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Brautag: Tschechisches Amber Lager

Kommenden Brautag steht ein Tschechisches Amber Lager auf dem Plan. Dieses mal wird das Brauwasser vollentsalzt und in die passende Richtung aufbereitet. Das Rezept habe ich 2020 schon einmal gebraut. Jetzt habe ich es nochmal leicht abgewandelt um eher den Hopfen zu betonen und die Malzigkeit in den Hintergrund zu stellen. Mehr dazu nach dem Brautag.

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Neues Gärequipment, die 2te! – Wagner ZKG 50/80l

Vor einiger Zeit habe ein einen druckfesten Ss Brewtech Unitank mit einem Fassungsvermögen von 53l zum Vergären meiner Würze angeschafft. Mit diesem war ich nie so richtig glücklich. Der für mich ausschlaggebende Grund mich nach einer Alternative umzusehen ist die innenliegende Kühlspirale des Unitanks. Durch eine höhere Raumtemperatur kommt es wohl scheinbar immer zu Konvektion innerhalb des Gärbehälters, so dass ein Cold Crash nahezu unmöglich ist. Der Reinigungsaufwand ist trotz Clean-in-Place auch recht hoch. Falls jemand Interesse an dem Ss Brewtech Unitank hat, einfach melden. 😉

Befreundete Brauer schwärmen von dem zylindro-konischen Gärtank aus dem Hause Wagner Engineering. Bei anderen Brauern konnte ich mir das „Gerät“ ansehen und mich von der Funktionalität und Fertigungsqualität überzeugen. Also schnell Kontakt zu Edgar aufgenommen und ein ZKG mit allem Zubehör bestellt. Leider war die Lieferzeit gerade recht lang, so dass ich mich seit Januar gedulden musste. Am 13. Juni habe ich mich dann auf den Weg gemacht und den ZKG bei Edgar im schönen Harz abgeholt. Danke!!! nochmal! Zusätzlich habe ich den ZKG mit einer Heizpatrone (250W) und einem Drucksensor (0-10V Ausgang) für die Anbindung an meine Gärsteuerung ausgestattet. Gekühlt wird weiterhin mit einem Lindr AS40 Glykol.

Zwischenzeitlich ist der erste Sud im neuen ZKG vergoren und ich bin absolut zufrieden und würde mir einen zweiten ZKG kaufen! Leider brauche ich nur einen. Hier ein Paar Impressionen für euch!

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Gärsteuerung mit Siemens Logo

Aktuell beschäftige ich mich mit einer Gärsteuerung auf Basis einer Siemens Logo. Die Steuerung soll zum einen die Gärtemperatur auf den eingegebenen Sollwert fahren und zum anderen Energie sparen. Energiesparen in dem Zusammenhang bedeutet, das Aus- und Einschalten des Kühlaggregats Lindr AS40 Glycol. Die visualisierte Kühlsteuerung folgt im Bild. Diese kann über den Webserver der Siemens Logo aufgerufen werden. Einige Elemente fehlen noch und werden noch in die Steuerung programmiert.

Visualisierung Gärsteuerung

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