Zu Beginn des Jahres habe ich ein Altbier gebraut. Nach 9 Wochen stand die erste Verkostung an. Optisch sieht es sehr gut aus. Das Aroma hat leichte Noten von Karamell, Röstmalz und etwas Brotkruste. Leicht malzig folgt im Abgang die Hopfenbittere. Der Schaum ist sehr stabil und „klebt“ lange am Glas. Das Altbier ist gut gelungen und wird sicher wieder gebraut werden.
Heute steht ein Cold IPA auf dem Plan. Das Cold IPA ist ein mit Lagerhefe vergorenes (West Coast) India Pale Ale. Ziel ist, das Cold IPA trockener und hopfenaromatischer zu bekommen. Dazu habe ich ein Rezept mit einer Stammwürze von 13,5°P und einer Bittere von 45 IBU erstellt. Zudem wird nach der Hauptgärung im Gärtank unter Druck noch kaltgehopft. Für die Kalthopfung verwende ich die Hopfensorten Simcoe und Cascade. Ich bin gespannt auf das Ergebnis.
Frohes neues Jahr! Kaum im neuen Jahr angekommen, habe ich den ersten Sud gestartet. Seit einiger Zeit, liebäugelte ich damit ein Altbier zu brauen. Zunächst stand Recherche zum Bierstil an. Ein „Altbier“ wird in dem Beer Judge Certification Program (BJCP) mit den unten stehenden Details beschrieben. Hinzu kommt das Düsseldorfer Wasserprofil mit Calcium 86 (mg/l), Magnesium 12 (mg/l), Natrium 41 (mg/l), Chlor 75 (mg/l) und Sulfat 58 (mg/l).
So ging mein erstes Altbier mit einer Stammwürze von 12,2 °P, einer Bittere von 36 IBU und einer Farbe von etwa 30 EBC ins Rennen. Am Ende waren knapp 45L im Gärtank. Die Würze habe ich direkt auf die Hefe „geschlaucht“ und belüftet. Gut 12 Stunden später hat die Hefe ihre Arbeit aufgenommen und die erste Gäraktivität ist im Spundventil zu sehen.
Nachstehend der Auszug aus dem BJCP:
7B. Altbier Ein kalt gelagertes, obergäriges Bier aus Düsseldorf, das sauberer und milder schmeckt als die meisten Ales. „Alt“ bezieht sich auf den „alten“ Braustil (mit obergäriger Hefe), der üblich war, bevor die untergärige Lagerbierherstellung populär wurde. Gesamteindruck: Ein mäßig gefärbtes, gut ausgegorenes, bitteres Bier mit einer reichen Malzigkeit, die eine starke Bittere ausgleicht. Der leichte und würzige Hopfencharakter ergänzt das Malz. Ein trockenes Bier mit festem Körper und weichem Gaumen.
Aroma: Malzig und reichhaltig mit getreidigen Merkmalen wie gebackenem Brot oder nussigen, gerösteten Brotkrusten. Sollte keine dunkleren Röst- oder Schokoladennoten aufweisen. Die Malzintensität ist mäßig bis mäßig hoch. Mäßiger bis geringer Hopfen ergänzt das Malz, dominiert es aber nicht und hat oft einen würzigen, pfeffrigen oder blumigen Charakter. Der Gärungscharakter ist sehr sauber. Geringe bis mittelstarke Ester sind optional.
Erscheinungsbild: Die Farbe reicht von bernsteinfarben bis tief kupferfarben und endet kurz vor braun; am häufigsten ist bronze-orange. Glänzende Klarheit. Dichter, cremiger, lang anhaltender, weißer Schaum.
Geschmack: Malzprofil ähnlich wie das Aroma, mit einer durchsetzungsfähigen, mittleren bis hohen Hopfenbittere, die die reichen Malzaromen ausgleicht. Das Bier endet halbtrocken bis trocken mit einem getreidigen, bitteren, malzreichen Nachgeschmack. Der Abgang ist lang anhaltend, manchmal mit einem nussigen oder bittersüßen Eindruck. Der offensichtliche Grad der Bittere wird manchmal durch den Malzcharakter überdeckt, wenn das Bier nicht sehr trocken ist, aber die Bittere neigt dazu, mit dem Malzreichtum mitzuwachsen, um das Gleichgewicht zu erhalten. Keine Röstung. Keine Herbheit. Sauberes Gärungsprofil. Leichte fruchtige Ester, insbesondere dunkle Früchte, können vorhanden sein. Mittleres bis geringes würziges, pfeffriges oder blumiges Hopfenaroma. Lei1chter mineralischer Charakter möglich.
Mundgefühl: Mittlerer Körper. Weich. Mittlere bis mittelhohe Karbonisierung. Geringe bis keine Adstringenz.
Kommenden Brautag steht ein Tschechisches Amber Lager auf dem Plan. Dieses mal wird das Brauwasser vollentsalzt und in die passende Richtung aufbereitet. Das Rezept habe ich 2020 schon einmal gebraut. Jetzt habe ich es nochmal leicht abgewandelt um eher den Hopfen zu betonen und die Malzigkeit in den Hintergrund zu stellen. Mehr dazu nach dem Brautag.
Nachdem die Brauwerkstatt fertiggestellt wurde und ein Testsud gelaufen ist, kam jetzt der Winterbock in den Gärtank. Das Rezept ist das Original aus 2020 und wurde unverändert gebraut. Passend zur dunklen Jahreszeit hat der Winterbock einen ausgeprägten Malzcharakter mit Brot- und Röstaromen.